Creativeworld Blog

Ein Spaziergang durch das künstlerische Frankfurt

16. Dezember 2019

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an Frankfurt und an Kunst denken?
Als erstes vielleicht das Museumsufer als einer der bedeutendsten Standorte für Museen in Deutschland und Europa. Doch auch jenseits der großen Häuser hat die hessische Metropole eine lebendige Kunstszene – wir begeben uns auf Streifzug.

– Teil 1 der Reihe „Kunst und Frankfurt“ –

 

Schauen wir uns einmal in Frankfurt um, stellen wir fest, dass sämtliche Kunstgattungen vielfältig vertreten sind, von Literatur über Musik bis Tanz und Theater. Sehen wir also genauer hin bei der Bildenden Kunst, dem Terrain der Creativeworld. Etwa 60 größere und kleinere Museen und Ausstellungshäuser gibt es, Google gibt allein beim Suchwort „Galerien“ rund 20 Treffer aus. Hier kann man sich einfach mal treiben lassen und Neues entdecken, beispielsweise zwischen Bahnhofsviertel und Fahrgasse mit der größten Galerien-Dichte der Stadt. Viele der Galerien sind in der Interessengemeinschaft Frankfurter Galerien organisiert.

 

Alte Meister, neues Design, besondere Themen-Ausstellungen oder Skulpturen bieten die großen Museen am Sachsenhäuser Mainufer und auf der nördlichen Mainseite mit dem MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST, der SCHIRN KUNSTHALLE und dem Portikus, die sich der Gegenwartskunst widmen – allesamt hervorragend beschrieben im KulturPortal Frankfurt.In der Nähe des Frankfurter Römers befinden sich auch das Museum für Komische Kunst, Caricatura, und die Kulturmeile Braubachstraße mit Galerien, Restaurants und Cafés.

Die freie Szene ist etwas schwieriger zu fassen. In ganz unterschiedlichen Initiativen treffen sich Kreative und Künstler, Anfänger und Etablierte. So dienen Kunstvereine Gleichgesinnten zum Austausch und bereichern durch gemeinsame Ausstellungen das Kulturangebot der Stadt.Ein Verein mit langer Tradition ist der Frankfurter Kunstverein, 1829 gegründert und seit 1962 mit dem Steinernen Haus direkt am Römer vertreten. Es gilt als eines der renommiertesten Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst, sowohl national als auch international.

 

Die AusstellungsHalle 1A in der Schulstraße ist ein seit 20 Jahren etablierter Raum für Werke der Malerei, Handzeichnung, Bildhauerei und Fotografie in einer ehemaligen Waschhalle auf 250 qm in der Nähe des Eisernen Stegs. Im Kulturdenkmal „Nebbiensches Gartenhaus“ mitten in der Stadt ist der Frankfurter Künstlerclub zuhause. In dem 200 Jahre alten klassizistischen Pavillon finden regelmäßig Ausstellungen und andere kulturelle Events statt.

Die junge Kunst-Szene in Frankfurt lebt von den Studierenden der Städelschule und der HfG Offenbach und zeigt sich in freien Ausstellungsorten und Off-Spaces. Um den Nachwuchs zu unterstützen, subventioniert das Kunstreferat der Stadt über 50 Arbeitsateliers und private Atelierhäuser. Im Zweijahresturnus wird ein Wochenende der offenen Ateliers, die „Frankfurter Ateliertage“, veranstaltet mit der Möglichkeit, die Kunstszene vor Ort kennen zu lernen.

Das geht aber auch einfach bei einem Spaziergang. Neben einem Bummel durch die Galerien gibt es drei weitere, reizvolle Touren rund um Kunst in Frankfurt.

Kunst in Frankfurt entdecken – drei Touren-Vorschläge

1. Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt
Von alten Statuen bis futuristischen Lichtinstallationen listet die Webseite „Kunst im öffentlichen Raum“ 500 Kunstwerke unterschiedlichster Epochen auf, die teils auf prominenten Plätzen, teils versteckt in Parks oder Innenhöfen zu finden sind. Sie können dank einer Karte eigenständig oder mit einer geführten Tour entdeckt werden.

 

2. Gallileo-Art-Tower der Commerzbank
Eine Führung durch einen Wolkenkratzer kann man in Deutschland nur in Frankfurt erleben! Staunen Sie über atemberaubende Architektur und mit ihr verschmelzende Kunstwerke: Drei raumgreifende Installationen bekannter Künstler, interaktive Treppen und Brücken und ein monumentaler Folienschnitt prägen das Gebäude neben junger Kunst von Stipendiaten der Bank.

3. Murals Art Frankfurt
Als Schaufenster für großformatige Streetart, Wandkunst und Fassadengestaltung zeigt die Webseite dieses Projekts mit zahlreichen Fotos, Making-of-Videos, Informationen zu den Künstlern und einem interaktiven Stadtplan, wo Urban Art zu finden ist und welche Ideen und Geschichten dahinter stehen.

Im nächsten Teil wird es um temporäre Ausstellungen gehen. Aktuell pilgern viele Kunstbegeisterte ins Frankfurter Städel zu „Making van Gogh“, die sie auch noch Ende Januar im Rahmen Ihres Messebesuchs erleben können.

Headerfoto: Graffiti an der Kleinmarkthalle von Artmos4.

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