Creativeworld Blog

Urban Art Lab: Education

09. Januar 2020

Auf der Creativeworld 2019 zeigte die Sonderschau „Upgrade your store“ am Beispiel Graffiti und Street Art, wie der Fachhandel mit innovativen Produkten begeistern kann. Das setzt voraus, dass Kunden diese Kunstformen bereits für sich entdeckt haben und es erfordert besonders geschulte Mitarbeiter, die sich mit Markern, Sprühdosen und deren Eigenschaften auskennen. Für beide Fälle – Education Events für Kunden und Mitarbeiterschulungen – gibt es auf der Messe im Januar Hilfestellung von der Graffiti-Akademie Style Scouts.

Im Konzeptareal „Urban Art Lab: Education“ am Stand D11 in Halle 4.2 erwartet Sie geballtes Wissen, vermittelt durch Workbooks, Tutorials und Infosäulen sowie durch die Experten der Akademie. Es werden interne Schulungen und Workshop-Events als Methoden zum Wissenstransfer präsentiert und die vielfältigen Werkzeuge können im Areal unter professioneller Anleitung getestet werden.

 

Geschäftsführer Carlos Lorente, selbst passionierter Sprayer, möchte praktische Tipps geben: „Graffiti ist so vielseitig, dass man schnell den Überblick verlieren kann: Welche Sprühdose ist nun für innen und welche für außen geeignet? Nutze ich besser einen Lack- oder Grafikmarker und für welche Untergründe, wie Holz, Beton, Textil, Papier passen welche Produkte? Mein Team und ich beantworten genau solche Fragen.“

 

Carlos Lorente

Im ersten Schritt geht es darum, den Fachhandel für das Thema zu begeistern, denn nur dann kann auch der Funke auf die Kunden überspringen – bei der Beratung im Fachgeschäft oder einem speziellen Event zu Urban Art und Graffiti. „Um Graffiti zu lernen, gibt es Millionen Webseiten im Netz, aber dort erklärt einem keiner, welche Tools die richtigen sind und welche Materialien benötigt werden. Dafür ist man auf Beratung angewiesen“, sagt Carlos Lorente.

 

An verschiedenen kreativen Mitmachinseln zeigen er und sein Team, wie interaktive Beratung am Point of Sale aussehen kann. Um Kunden für das neue Thema zu begeistern, muss es Flächen zum Ausprobieren geben, damit der Fachberater die neuen Techniken vorstellen kann.

Mit geschultem Personal kann Urban Art sowohl für den Fine Art-Handel funktionieren, wo vor allem Marker präsentiert werden, als auch für den klassischen Hobby- und Bastelladen mit Sprühdosen. Denn klassische Techniken wie Aquarellmalerei und Graffiti-Kunst schließen sich nicht gegenseitig aus. Nur braucht der Kunde einen Berater an seiner Seite, der ihm die Mixed Media-Optionen vorstellt und die passenden Produkte und Materialien anbietet.

Mitmachinseln laden zum Ausprobieren ein.

Für Neulinge auf dem Gebiet eignen sich auch Workshops, die besonders von Jugendlichen begeistert aufgenommen werden. Wenn dann ein authentischer „Sprayer“ oder eine talentierte Wandmalerin durch den Kurs führt, springt der Funke nicht nur bei den Teilnehmern, sondern oft auch beim Personal über. Diese Erfahrung hat Evi Plattner mit den Kursen an ihrem Standort Sankt Michael in Südtirol gemacht. Sie ist Inhaberin eines Ladens für Künstler- und Bastelbedarf und hat es geschafft, das Produktsegment rund um Graffiti und Street Art erfolgreich in ihrem Fachgeschäft zu etablieren.

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