Creativeworld Blog

„Work in progress“ ist das Trend-Motto 20/21

02. Oktober 2019

Etwas mit den eigenen Händen erschaffen, ohne das Ergebnis zu kennen, oder vorhandene Materialien nach Lust und Laune umgestalten – das steht bei den Trends, die das Stilbüro bora.herke.palmisano für die kommende DIY-Saison ausgemacht haben, absolut im Fokus. Mit einem kreativen Team aus Designern und Künstlern werden die Trend-Experten eine inspirierende Ausstellung kreieren: die Creativeworld Trends in Halle 4.1, zu sehen im Messezeitraum vom 25. bis 28. Januar 2020.

Bunt und experimentell wird es in Zukunft in der Bastel-, Hobby- und Künstler-Szene zugehen. Genauer beschreiben dies die Trends work-out, re-form und up-date unter der Vorgabe, offen für Neues zu sein und den Fokus auf den kreativen Entstehungsprozess zu lenken. Anschaulich präsentiert werden die drei Trendrichtungen am Stand F53/53, einer Ausstellung voller handgefertigter Unikate aus und mit den Produkten, Materialien und Werkzeugen der Creativeworld-Aussteller. Sie bieten greifbare Inspiration und zeigen, was weltweit angesagt ist. Händlern erleichtert die Kenntnis der Trends die Sortimentsauswahl und die Gestaltung des eigenen Schaufensters oder der Ladenfläche.

Wie filtern Trend-Experten kreative Strömungen?
Aus Megatrends wie Individualisierung oder Achtsamkeit sowie aus Entwicklungen in Mode, Produktdesign und Lifestyle zieht das Team von bora.herke.palmisano eine Essenz, die sie auf die Kreativ-Branche anwendet. Sind die Trendrichtungen gefunden und definiert, geht es an die Konzeption der Creativeworld Trends für das Areal auf der Creativeworld. Diese folgt 2020 ganz dem Motto „Work in progress“: „Für die kommenden Trends heben wir hervor, dass im Prozess der Entstehung Kreativität ihren Ausdruck findet. Während der intensiven Auseinandersetzung mit Materialien und Techniken steht neuer Ideenfindung nichts im Weg. Wir rufen dazu auf, Grenzen zu überwinden und Fehlversuche in Kauf zu nehmen, um auf neue Möglichkeiten zu kommen“, sagt Claudia Herke, Designerin vom Stilbüro bora.herke.palmisano. „Dabei ist Mixed Media der Schlüssel zur Kreativität. Es gibt nicht die eine Technik für ein spezielles Produkt, sondern Vielfalt entsteht durch experimentelles Ausprobieren.“

Und so sehen die drei Stilwelten der Trends 20/21 konkret aus:

 

Work-out: mit den Händen erschaffen

In dieser Trendwelt wird die Schaffenskraft besonders deutlich. Dinge mit den eigenen Händen zu fertigen, grobe Arbeiten mit rauen Materialien wie Beton, Gips und Zement stehen dabei im Fokus. Hier gibt es reizvolle Techniken um starke Oberflächen mit unregelmäßigen, ursprünglichen und nicht perfekten Strukturen zu erzielen.

So kann eine Sammlung von Bauschutt, Granit, Kieselsteinen oder Abfallmaterialien in eine Form gegossen werden aus der eine raue und matte Betonästhetik entsteht. Zudem finden feine Naturmaterialien wie Seegras, Weide oder Rattan Verwendung. Diese werden geflochten und geknotet oder verwebt und dienen als natürliche Wohn-Accessoires wie Sitzauflagen, Tischläufer, Untersetzer oder Vorhänge.

Eine ganz besondere Technik um Schatten und Silhouetten sichtbar zu machen ist der Eisenblaudruck mit Solarphotopapier. Mit diesem lichtempfindlichen Spezialpapier aus den Anfangstagen der Fotografie lassen sich die Konturen und Strukturen von Blättern, Pflanzen oder Blüten abbilden und schöne grafische Effekte erzielen. Solche Drucke können zum Beispiel auf Einladungskarten, an der Wand oder als Cover von Notizbüchern verwendet werden.

 

 

Re-form: farbenfrohes Umgestalten

Schlagworte wie Multicolour, Collagen, Action Painting, Batik, Dip Dye und Patchwork bringen „re-form“ auf den Punkt. Intensive Farben und Multikombination aus Materialien und Techniken finden in dieser Trendwelt ihren experimentellen Höhepunkt.

Es ist alles erlaubt, geht nicht gibt es nicht. So werden gemusterte Dessins überdruckt, T-Shirts, Rucksäcke oder Sneakers mit Lackstiften verziert, Wollreste unabhängig von Struktur und Farbe gewoben oder gestrickt und die unterschiedlichsten Farben mit Spachteln auf Leinwände gebracht und gerakelt.

Die Materialien werden hauptsächlich recycelt beziehungsweise upcycelt. Hier finden Stoff-, Woll- oder Farbreste eine sinnvolle Verwendung. Für einen Patchwork-Effekt können verschiedene Garne, Wollreste, Perlen und andere Materialien wie Papierstreifen, zerschnittene Plastiktüten oder Stoffabschnitte zu einem Wandteppich oder Kissenbezug verwoben werden.

 

 

Up-date: auf den neuesten Stand gebracht

Diese Trendwelt richtet sich an die junge Generation. Es wird keiner Norm gefolgt, sondern experimentiert. So geht es um die freie Anwendung von gekritzelter, ausgecutteter, handgemalter oder gesprühter Schrift.

Im Gegensatz zur kalligrafischen Schönschrift des Handletterings wird auf Kreativität gesetzt. Das Personalisieren von Alltagsgegenständen steht dabei im Fokus und ist über alle Generationen hinweg sehr beliebt. Ob Graffititechnik, Intarsia Strick, Applikationen oder Papierarbeiten wie Cut out, die persönliche Note macht Rucksäcke, Mäppchen, Hoodies, Laptophüllen oder sogar Möbel zu Unikaten.

Mixed Media kommt hier voll auf seine Kosten: Materialien wie Marker, Pinselstifte, Transferfolien oder Gießharz finden für jede Technik Anwendung.

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